Veranstaltungen

BIS ZUM SOMMER 26

TERRITOIRES CROISÉS // ÜBER DIE GRENZEN

--- Ausstellung

7 Künstler:innen | 5 Hochschulen | 1 Treffpunkt: Mainz

AUSSTELLUNG: BIS ZUM 9. JULI 2026

Die Ausstellung

Zum ersten Mal schließen sich die fünf Kunst- und Designhochschulen der Region Burgund-Franche-Comté zusammen, um gemeinsam in Mainz auszustellen.

Die Ausstellung präsentiert eine exklusive Auswahl an Werken von sieben ehemaligen Studierenden, die von einer Fachjury kuratiert wurde. Entdecken Sie die Vielfalt zeitgenössischer Werke und das kreative Potenzial dieser neuen Generation von Kunstschaffenden aus Burgund-Franche-Comté.


Die Kunstschaffenden

In einer Mischung aus Video, Malerei, Skulptur und Installation hinterfragen die ausgewählten Künstler:innen unsere Wahrnehmung der Realität. Die Werke schlagen Brücken zwischen Tradition und Utopie, zwischen dem Greifbaren und dem Fiktiven. Alle bringen ganz unterschiedliche künstlerische Handschriften mit, die in der Ausstellung auf stimmige Weise miteinander in Dialog treten.

Amélie Berrodier

ENSAD Dijon

Amélie Berrodier wurde 1992 geboren und lebt und arbeitet in Brüssel. Sie ist Absolventin der ENSA Dijon des Jahrgangs 2015. Sie ist Preisträgerin des französischen Prix de la Jeune Création artistique 2019 und des belgischen Prix Médiatine 2025. In ihrer Arbeit beschäftigt sich Amélie Berrodier mit der Porträtfotografie und ihrer sozialen Rolle. Ausgehend von der Geschichte der Porträtfotografie und ihrer technischen Entwicklung leitet die Künstlerin Produktionsprotokolle ab, anhand derer sie ihre eigenen Werke entwickelt. Diese erzählen mal über die Stille, mal über das persönliche Zeugnis Geschichten, mit denen die Betrachtenden sich identifizieren können. Amélie Berrodier bewegt sich zwischen Fotografie, Kino und Malerei und experimentiert dabei auch mit der klassischen Porträtmalerei, deren Codes die sie in multimediale Plastiken übersetzt. Archivbilder, Selbstporträts aus den sozialen Medien und Fotografietechniken werden in Serie zu Ausstellungsstücken, die die Geschichte des Mediums selbst verkörpern.

@amelieberrodier

©Amélie Berrodier

Elliott Lambert

EMA Chalon-sur-Sâone

Elliott Lambert wurde 1995 in Dijon geboren und absolvierte eine Hotelfachausbildung mit den Schwerpunkten Gastronomie und Weinkunde. 2021 legte er an der École Média Art in Chalon-sur-Saône sein Diplom für Kunst und Medien ab. Er lebt und arbeitet heute in Quetigny. Seine Arbeit unternimmt den Versuch einer „Science-Fiction-Malerei“, bei der er sich von Büchern, Bildern und Mythen der Welt- und Menschheitsgeschichte leiten lässt. Zentrale Themen seines Schaffens sind der Kosmos, Höhlenmalerei und Naturkatastrophen. Dabei wird jede neue Farb- und Materialschicht sukzessive zu einem unlesbaren Palimpsest. Aus diesem Chaos entsteht das Bild wie aus einem Ausgrabungsort, dessen Tiefen der Künstler mit einem Exzenterschleifer bearbeitet. Die so bearbeitete Fläche lässt die danach in Ölfarbe aufgetragenen floralen Motive verschwimmen und erzeugt eine „unscharfe Sicht“ auf das Gemälde.

@helashelashelas

©Elliott Lambert

Jules Maillot

Ecole de Beaux-Arts de Beaune

Jules Maillot, geboren 1995 in Frankreich, ist Wissenschaftler und Künstler, dessen künstlerische Praxis Skulptur, Installation und Fermentation kombiniert. Er ist Inhaber eines Diploms der Haute École des Arts du Rhin in Straßburg und derzeit Doktorand der Forschungsgruppe „Zeitgenössische Kunst und Zeit der Geschichte“ der ENSBA Lyon. Jules arbeitet mit gebrauchten Gegenständen und Forschungsinstrumenten, um so die Fremdartigkeit alltäglicher Praktiken und Gewohnheiten hervorzubringen. Mittels subtiler Interventionen entzieht er die genutzten Objekte ihrem ursprünglichen Kontext und stellt so auch unsere Vorstellung von Fügsamkeit und Gehorsam infrage. Sein künstlerisches Schaffen verbindet Ausstellungen und Performances und offenbart dabei die komplexen Transformationskreisläufe, die Objekte, Körper und Mikroorganismen in der zeitgenössischen Kultur miteinander verbinden. Seine Werke wurden in Gruppenausstellungen wie der Biennale von Mulhouse (2021) oder der Galerie LAGE EGAL in Berlin (2022) präsentiert. Er lebt derzeit in Lyon und arbeitet in Saint-Fons.

@jules__maillot

© Jules Maillot

Jean(ne) Masson

ISBA Besançon

Jean(ne) Masson ist bildende Künster:in und Grafiker:in und schloss nach Studienaufenthalten in Straßburg und an der LUCA School of Arts in Gent 2025 das Studium am Institut supérieur des beaux-arts in Besançon ab. Werke von Jean(ne) Masson umfassen Publikationen, Installationen, Objekte, Make-up und Artefakte. Von Besançon aus schafft Jean(ne) Masson hybride Werke und Installationen aus Reststoffen, Haushaltsabfällen und Referenzen aus queerer Kultur, Soziologie und Popkultur, die Rituale der Ornamentik, Körperpolitik und Möglichkeiten der Neuerschaffung des Selbst hinterfragen. Dabei wird die Schönheit zur verschwommenen Grenze zwischen spekulativem Design und lebendigem Archiv als bewegliches und politisches Terrain.

©Jean(ne) Masson

Elsa Muller

Ecole d’Art de Belfort          

Elsa Muller wurde 1993 in Trier geboren und lebt und arbeitet zwischen Lyon und dem Elsass. 2021 machte sie ihren Abschluss an der ENSBA Lyon und entwickelt seitdem eine künstlerische Praxis zwischen Malerei und Video, die bei ihr mit Humor und Selbstironie interagieren. In ihren seriellen Arbeiten untersucht sie die übermäßige Nutzung und Wiederholung verschiedener Formen und Motive, bis diese ihre absurde Dimension offenbaren. Nach ihrem Abschluss erhielt Elsa Muller mit dem Preis der Partner der ENSBA die Chance einer einmonatigen Residenz in der Sigg Art Foundation. Ihre Werke wurden an mehreren Orten in Frankreich und international ausgestellt, darunter im Palazzo Bronzo (Genua), In Extenso (Clermont-Ferrand) und beim Festival Les Instants Vidéos (Marseille). Nach einer vierjährigen Residenz in den Ateliers du GrandLarge (Lyon) arbeitet sie aktuell in den Ateliers Lieux Solides (Lyon).

@elsamullerelsa

©Elsa Muller

Mathilde Noir

ISBA Besançon  

Mathilde Noir ist Absolventin der École des Beaux-Arts von Besançon und arbeitet in den Ateliers von La Volière in Dijon. Ihr Schaffen lässt sich als archäologisch und feministisch beschreiben. Besondere Beachtung finden ungewöhnliche Untergründe, wie Fliesen oder Seife. Über diese zerbrechlichen und instabilen Materialien findet eine Reflexion über das Verschwinden, die Verletzlichkeit und Transformationsprozesse statt. Die Werke der Künstlerin wurden in mehreren Gruppenausstellungen präsentiert, darunter auf der Biennale von Saint-Étienne 2025 und bei L’Invisible Réalisme im Manoir de Mouthier-Haute-Pierre.

@mathilde.noir

© Mathilde Noir

Eva Pelzer

ENSAD Dijon    

Eva Pelzer lebt und arbeitet zwischen Dijon und Terrefondrée, nachdem sie 2020 ihren Abschluss an der École des Beaux Arts in Dijon gemacht hat. In ihren Werken finden sich Entleihungen aus der Popkultur, deren bekannte Formen und Objekte sie verfremdet und in neue Zusammenhänge setzt. Dabei arbeitet sie mit kunsthandwerklichen Techniken und gebrauchten Materialien. In ihren Skulpturen und Installationen macht sie sich die Codes der Folklore zu eigen und entlockt ihnen eine skurrile Poesie. Humor ist in diesen grotesken Gedankenwelten essenziell, denn er ermöglicht eine vielschichtige Lektüre, bei der der Vereinfachung mit Ironie begegnet wird. Verschiedene Gemeinschaftsprojekte im ländlichen Raum haben die Künstlerin dazu veranlasst, ihre Arbeit auch im Hinblick auf andere Produktionsformen außerhalb der Kunstwelt zu hinterfragen.

@relzep

© Elsa Pelzer

Le Cartel

Das neu gegründete Kollektiv „Le Cartel“ vereint die 5 Kunst- und Designhochschulen der Region Burgund-Franche-Comté:

  • Institut supérieur des beaux-arts in Besançon (ISBA)
  • Ecole nationale supérieure d’art et de design in Dijon (ENSAD)
  • Ecole media art in Châlon-Sur-Saône (EMA)
  • École d’Art von Belfort, G.Jacot
  • Ecole des Beaux-Arts von Beaune Côte & Sud

Das Kollektiv unterstützt Projekte zur internationalen Mobilität seiner Studierenden und Ehemaligen und ist Partner des Hauses Burgund im Rahmen der Ausstellung.


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